Heinrich-George-Suite mit Giebelzimmer

m Obergeschoß fällt der Blick zuerst durch eine Flügeltür in einen hohen, lichtdurchfluteten Raum, der sich, kronleuchtergeschmückt, bis hoch unters Giebeldach öffnet, wo ein eisernes Dachfirstfensterchen mit den Strahlen der Nachmittagssonne spielt. Über eine große Standuhr zwischen den beiden Giebelfenstern wandert der Blick zu einer leinenbezogenen Chaiselonge (diese birgt ein weiteres Bett, das bei Bedarf von einer dritten Person genutzt werden kann) und auf zwei Louis-XVI-Sessel, die prachtvoll mit rotem Samt bezogen sind. An ihren Rückseiten tragen sie noch das Signet des Möbeltischlers, der sie im 18. Jahrhundert einst entwarf. In ihrer Mitte steht ein kleines rundes Tischchen aus der gleichen Zeit. Eine Kohlezeichnung von Joseph Oppenheimer sowie eine kleine Sammlung von Wappenzeichnungen tragen zum geschmackvoll-historischen Ambiente dieses Raumes ebenso bei wie die nach Rezepten einer englischen Farbmanufaktur gemischten hellen Wandfarben des 19. Jahrhunderts (Slipper Satin, Eggshell). In den gleichen warmen Farbtönen sind auch die eingebauten Schränke gehalten, hinter deren Türen sich moderne Funktionalität verbirgt: U.a. ein großes Fernsehgerät auf einem drehbaren Auszug sowie eine leistungsstarke Stereoanlage mit in der dem Giebel gegenüberliegenden Wand eingelassenen Lautsprecherboxen.

Auf dunkel gebeiztem Holzboden erreicht man seitlich durch eine kleinere Flügeltür das Schlafzimmer der Suite. Es bezaubert vor allem durch seine ebenfalls in hellen englischen Farben gefassten Holztäfelungen. Zwei Wandlüster, montiert auf kleine, in die Täfelung eingelegte Spiegel, werfen ihr Licht auf eine grüngold gefasste Barock-Konsole und die sich darauf befindliche kleine Skulpturensammlung. Holzgetäfelt wie die Wände ist auch die Schiebetür des Einbau-Kleiderschrankes, neben dem sich links, ebenso „versteckt“, ein Waschschrank mit Waschbeckenunterbau und Spiegel befindet. Mit dem großen Doppelbett können die beiden Räume dieser Suite bequem von zwei Gästen bewohnt werden. Sollte der Platz im Haus einmal knapp werden, kann die Chaiselonge im Giebelzimmer wie beschrieben mühelos zum dritten Bett umgebaut werden.