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m Obergeschoß fällt der Blick zuerst durch
eine Flügeltür in einen hohen, lichtdurchfluteten
Raum, der sich, kronleuchtergeschmückt, bis
hoch unters Giebeldach öffnet, wo ein eisernes
Dachfirstfensterchen mit den Strahlen der Nachmittagssonne
spielt. Über eine große Standuhr zwischen
den beiden Giebelfenstern wandert der Blick zu einer
leinenbezogenen Chaiselonge (diese birgt ein weiteres
Bett, das bei Bedarf von einer dritten Person genutzt
werden kann) und auf zwei
Louis-XVI-Sessel, die prachtvoll mit rotem Samt
bezogen sind. An ihren Rückseiten tragen sie
noch das Signet des Möbeltischlers, der sie
im 18. Jahrhundert einst entwarf. In ihrer Mitte
steht ein kleines rundes Tischchen aus
der gleichen Zeit. Eine Kohlezeichnung von Joseph
Oppenheimer sowie eine kleine Sammlung von Wappenzeichnungen
tragen zum geschmackvoll-historischen Ambiente
dieses Raumes ebenso bei wie die nach Rezepten
einer englischen Farbmanufaktur gemischten hellen
Wandfarben des 19. Jahrhunderts (Slipper Satin,
Eggshell). In den gleichen warmen Farbtönen
sind auch die eingebauten Schränke gehalten,
hinter deren Türen sich moderne Funktionalität
verbirgt: U.a. ein großes Fernsehgerät
auf einem drehbaren Auszug sowie eine leistungsstarke
Stereoanlage mit in der dem Giebel gegenüberliegenden
Wand eingelassenen Lautsprecherboxen.
Auf dunkel gebeiztem Holzboden
erreicht man seitlich durch eine kleinere Flügeltür
das Schlafzimmer der Suite. Es bezaubert vor allem
durch seine ebenfalls in hellen englischen Farben
gefassten Holztäfelungen. Zwei Wandlüster,
montiert auf kleine, in die Täfelung eingelegte
Spiegel, werfen ihr Licht auf eine grüngold
gefasste Barock-Konsole und die sich darauf befindliche
kleine Skulpturensammlung. Holzgetäfelt wie
die Wände ist auch die Schiebetür des
Einbau-Kleiderschrankes, neben dem sich links,
ebenso „versteckt“, ein Waschschrank
mit Waschbeckenunterbau und Spiegel befindet. Mit
dem großen Doppelbett können die beiden
Räume dieser Suite bequem von zwei Gästen
bewohnt werden. Sollte der Platz im Haus einmal
knapp werden, kann die Chaiselonge im Giebelzimmer
wie beschrieben mühelos zum dritten Bett umgebaut
werden. |