Geschichte

  • Erbaut 1767 von Sönke Mommsen, im Jahr seiner Heirat mit Töel Boicken.
  • Ab 1803 ist das Anwesen im Besitz des Seefahrers Peter Hinrichs (oder: Peter Hinrich Michels).
  • Im Jahre 1847 geht das Haus auf den Kapitän Johann Eberhard Kayser über, der noch im gleichen Jahr wesentliche Umbauten und Verbesserungen vornimmt.
  • Nach Beendigung seiner aktiven Seefahrerzeit lebt Kapitän Johann Eberhard Kayser als „Kapitalist“ in Kampen (wie es in amtlichen Registern heißt), also von den Erträgen seiner jahrelangen Dienste für die großen Hamburger Reedereien. Er stirbt am 17.9.1887 im Alter von 78 Jahren.
  • Eigentümerin des Hauses bleibt bis zum Jahre 1911 seine Tochter Mathilde Kayser, verh. Lassen.
    · In dieser Zeit, also bereits in den 90er Jahren des vorletzten Jahrhunderts, wurde im Westteil des Hauses eine abgeschlossene Wohnung geschaffen, die vermietet wurde.
  • Am 4.10.1911 verkauft Mathilde Lassen das Anwesen an Dr. Traugott Freiherr von Heintze in Kiel, der unmittelbar nach Erwerb, im November 1911, zwei Abfall- und Abwassergruben im Westen und Osten des Hauses anlegen lässt.
  • 1920 erwirbt Mathilde Mann aus Rostock das Haus, verkauft es jedoch bereits 1 Jahr später an Frau Ökonomierat Elisabeth Schulz-Sembten. Die Familie Schulz-Sembten baut das Haus nach und nach um. In dieser Zeit dient es lange Jahre als Pension und avanciert zu einem beliebten Künstlertreff auf Sylt. Albert Bassermann und Heinrich George haben hier genauso logiert wie Theaterintendanten und ihre ersten Schauspielerinnen. Erika Gleininger, langjährige Hausbetreuerin für die Schulz-Sembtens, berichtet in einem Brief an Rieda-Richter, Schwiegermutter des späteren Hausbesitzers Paul Skowronek: „Auf jeden Fall hat das Haus […] den Ruf gehabt, besonders viele junge hübsche Frauen als Gäste zu haben, die immer so sehr vergnügt waren …“
  • 1959 erwirbt der Kaufmann Paul Skowronek aus Berlin von der Erbengemeinschaft Schulz-Sembten das Haus, das seit dieser Zeit den Namen „Ahrenshoop“ – benannt nach dem kleinen Ostseebad trägt.
  • Anfang 1979 wurde das Haus an den Synchronautor und –regisseur Eberhard Storeck verpachtet, bekannt durch die deutschen Bearbeitungen bekannter Zeichentrick-Serien („Biene Maja“, u.a.).
  • 1988 pachtete „Haus Ahrenshoop“ der Inneneinrichter Thomas Herrendorf aus Berlin, der es einige Jahre später kaufte, nach und nach restaurierte und in den heutigen Zustand versetzte. So wurden aus den kleinen, nicht mehr zeitgemäßen Pensionszimmerchen – mit einer Ausnahme – geräumige Doppelzimmer und Suiten. Der ursprüngliche Charakter des historischen Kapitänshauses blieb jedoch durch den einfühlsamen Umgang sowie die Erhaltung und Restauration liebevoller Details erhalten. Deshalb zieht „Haus Ahrenshoop“ mit seinem friesischen Charme nach wie vor viele Bewunderer in seinen Bann.